Sinn und Unsinn eines Zwiebelhackers – ein Erfahrungsbericht

zwiebelhackerIch koche liebend gerne mit Zwiebeln und vergieße dementsprechend auch ziemlich viele Tränen. Zudem bin ich nicht gerade der begnadetste Zwiebelwürfler, was dazu führt, dass die Zwiebelstückchen extrem ungleich groß sind und ich immer kurz davor bin, mir in den Finger zu schneiden. Doch wie es der Zufall so wollte verbrachte ich ein Wochenende bei meinen Eltern und war danach um ein Ausstattungsstück für meine Küche reicher…

In meinem Koffer fuhr ein fast neuwertiger Zwiebelhacker mit, den meine Mutter zwar ein oder zwei Mal benutzt hatte, dann aber wieder dazu übergegangen war, die Zwiebeln per Hand zu zerkleinern. In erster Linie lag das daran, dass das Gerät nach ihren Aussagen ziemlich schwer zu reinigen war und sie daher wieder dazu übergegangen war, das Messer zu benutzen. Für mich war das damals schlicht unverständlich und ich nahm den Zwiebelhacker natürlich mit Freuden in Empfang.

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Das gute Stück - mein Zwiebelhacker

Nie wieder tränende Augen, nie wieder nach Zwiebeln riechende Finger… ich war schon vor der ersten Benutzung vom Zwiebelhacker überzeugt.

Doch meine Meinung änderte sich nach der ersten Benutzung:

  1. Die Reinigung ist wirklich total umständlich und es dauert eine ganze Zeit, bis man den Hacker von allen Zwiebelüberresten befreit hat.
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Das "Messer" - schwer zu reinigen
  1. Es dauerte in meinen Augen ewig, bis die Zwiebel so weit zerkleinert war, dass man sie weiterverarbeiten konnte. Erst nach einigem Hin- und Herrütteln waren alle großen Stücke zerjackt.

Nach der ersten Benutzung schob ich es auf die Tatsache, dass ich ein völliger Anfänger im Bereich des halbautomatisierten Zwiebelhackens war und das ganze deshalb nicht reibungslos funktionieren konnte.

Doch auch der zweite Versuch gestaltete sich nicht erfreulicher. Nachdem ich wieder ziemlich lange damit beschäftigt war, die Zwiebel kleinzubekommen und anschließend auch noch das Gerät zu säubern, war meine Entscheidung gefallen:

Trotz der Gefahr für meine Finger, sowohl geruchs- als auch verletzungstechnisch, und den tränenden Augen verbannte ich den Zwiebelhacker fürs erste auf das Küchenregal, wo er bis jetzt noch immer unberüht dabei zuschaut, wie ich die Zwiebeln wieder mit dem Messer würfle!

Und um den Zwiebelgeruch an den Händen loszuwerden gibt es eine Fülle von Hausmitteln, die effektiv und schnell dagegen ankämpfen.