Ist dein Blog illegal?

anonym-surfen.com berichtet über das brisante Thema IP-AdressenDie Webseite  www.anonym-surfen.com berichtet derzeit über die Einstufung der IP-Adresse als personenbezogenes Datum. Das bedeutet, dass eine IP-Adresse mit einer E-Mail-Adresse gleichgestellt ist. Das hört sich zunächst harmlos an, kann aber schwerwiegende Auswirkungen auf alle Blogger (und sonstige Webseitenbetreiber) haben!

Als Webseitenbetreiber darfst du die IP-Adresse nun nicht mehr ohne vorherige Zustimmung deiner Besucher speichern, was fast unmöglich ist. Denn der Webserver, auf dem die Webseite läuft, speichert die IP-Adresse des Besuchers automatisch. Eine vorherige Erlaubnis durch den Besucher kann somit nicht eingeholt werden. Als harmloser Blogger stehst du damit theoretisch schon mit einem Bein im Gefängnis!

Auch wenn der Webserver die IP-Adressen anonymisiert oder nicht abspeichert, ist die Gefahr noch nicht gebannt. Denn auch über Bilder, Videos oder Werbung, die von anderen Seiten eingebunden werden, können IP-Adressen der Besucher von den jeweiligen Betreibern gespeichert werden. 

Bußgeldforderungen bis 50.000 €

Experten befürchten, dass es durch die Einstufung der IP-Adresse als personenbezogenes Datum zu einer Abmahnwelle mit Bußgeldforderungen bis zu 50.000 € kommen kann. Wenn du also auf deiner Webseite entweder die IP-Adresse deiner Besucher speicherst oder z.B. Werbung einblendest, kann eine Abmahnung auch dich treffen.

Ich habe die Statistiken von Was-Koche-Ich.com bisher mithilfe des Analysetools Google Analytics erfasst. Da Google Analytics jedoch die IP-Adresse speichert und bereits in den Fokus der Aufmerksamkeit von Datenschützern geraten ist, verwende ich dieses Tool nun nicht mehr, da mir doch etwas mulmig geworden ist.

Im Artikel „IP-Adresse als personenbezogene Information“ könnt ihr euch noch einmal detailliert über das Thema informieren. Besonders interessant für Blogger dürfte der Artikel „11 illegale Dinge, die fast jeder Webmaster macht“ sein.

2 Gedanken zu „Ist dein Blog illegal?“

  1. Beängstigend. Mit dem Datenschutz wird übertrieben, dass es ein Graus ist. Früher passten die Frauen hinter dem Küchenvorhang auf die Leute in der Strasse auf und klatschten im Dorf, heute sind es Spuren im Internet.

  2. Danke für den Artikel.

    @Erich : der Datenschutz wird häufig eher zu wenig beachtet.
    Nur hier geht einiges schief.
    Denn was gefordert wird, ist nicht umsetzbar, aber Änderungen sollte es schon geben da es nicht sein kann das z.b jeder Foreneintrag , beziehungsweise meinen NIck von mir mit an Gravatar gesendet wird, nur weil irgendjemand so fröhlich diesen Dienst nutzt.

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