saure-bohnenSaure Bohnen zählen zu meinen absoluten Lieblingsgerichten der schwäbischen Küche. Gegessen werden sie wie die bekannten schwäbischen Linsen traditionell zu handgemachten Spätzle mit Saitenwürstle (für die Nichtschwaben: Wiener Würstchen). Sie passen aber auch ideal zu anderen Teigwaren. Bei uns gab es sie dieses Mal aus Mangel an Spätzle zu Bandnudeln, was ebenfalls super gepasst hat.

 Zutaten (für 2-3 Portionen)

300 g grüne Bohnen (aus der Tiefkühltruhe oder frisch)

1 Zwiebel

100 g gewürfelter Speck bzw. Katenschinken

1-2 Esslöffel Mehl

1/2 l Gemüsebrühe

Salz, Pfeffer

1-2 Esslöffel Balsamico Bianco (oder auch anderer Essig, ich habe jedoch diesen verwendet)

Zubereitung (ca. 20 min)

  1. Die Tiefkühl-Bohnen ca. 10-15 min in leicht gesalzenem Wasser köcheln lassen.
    Natürlich können auch frische Bohnen verwendet werden. Diese ebenfalls ca. 10 min kochen, bis sie gar sind.
  2. Die Zwiebel würfeln und in etwas Öl kurz andünsten.
  3. Den gewürfelten Speck bzw. Katenschinken zu den Zwiebeln geben und kurz anbraten.
  4. Speck und Zwiebeln mit Mehl bestäuben und sofort gut umrühren.
  5. Die Gemüsebrühe dazugießen und kräftig rühren.
  6. 2-3 min köcheln lassen und anschließend mit Salz und Pfeffer würzen.
  7. Die Bohnen dazu geben.
  8. Den Balsamico Bianco dazu geben und alles noch einmal gut verrühren. Fertig!
    Wer es gerne sauer mag, kann natürlich auch mehr Essig verwenden.

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5 Kommentare

  1. kosemuckel sagt:

    Hallo :-)
    Hier muss ich nun wirklich einschreiten! Nein, nein, nein, das sind keine Schwäbischen Saure Bohnen.
    Echte Saure Bohnen werden in einer Dunklen Mehlschwitze zubereitet, aber nicht einfach nur mit Mehl gebunden. Erst die Röststoffe der dunklen Mehlschwitze geben zusammen mit dem Essig (und bitte kein Balsamico!!!) den typischen Geschmack und Aussehen.
    Um das ganze dann wirklich zu vervollständigen gehört natürlich noch ein Saitenwürstle dazu.
    Nix für ungut, aber diese Rezeptvariante ist wirklich nicht im Geringsten schwäbisch!
    Grüße,
    kosemuckel

  2. Eva sagt:

    Hallo kosemuckel,
    hihi, spitzer Kommentar aber leider ist dunkle Mehlschwitze nur eine Variante, mit der dieses Gericht zubereitet wird. Das mit den Saitenwürstle ist auch nur halb richtig. Wenn es nur mit Saitenwürstle schwäbisch wäre, hätten die Vegetarier ein Problem. ;-) Dennoch würde ich Saitenwürstle ebenfalls empfehlen, wie du auch in der Einleitung des Artikels gelesen hast.

    Da ich Freunde in verschiedenen schwäbischen Gegenden habe, weiß ich aber, dass es bei einigen Rezepten große regionale Unterschiede gibt. Meine Variante ist z.B. aus dem tiefsten Oberschwaben und noch von meiner Uroma. Schreib mir noch einen Kommentar, wo genau du herkommst. Ich schaue immer gerne über den eigenen Tellerrand.

    Viele Grüße,
    Eva

  3. spätzlesschwäbin sagt:

    Hallo Eva,

    hier muss ich Kosemuckel leider recht geben. Balsamico an Saure Bohnen geht garnicht. Das ist so schwäbisch wie Lapskaus. Und natürlich ist die Mehlschwitze von Bedeutung. Saitenwürstle gehören garantiert auch dazu. Nur Halbschwaben und Reingschmeckte kochen Saure Bohnen so wie Du es beschrieben hast. Das ist also kein spitzer Kommentar, sondern der berechtigte Hinweis, dass echte Schwaben Saure Bohnen anders machen.

    Grüßle, Renate (Urschwäbin)

  4. Ruhrpottler sagt:

    Hallo Renate,

    schreib doch mal das Urrezept wie Du es kennst für die Böhnchen nieder. Würde das gerne mal ausprobieren.

    LG
    Stephan

  5. mono sagt:

    Da es schon von mehreren gsagt wurde will ich’s ned nomma sagen bzw. schreiben. Aber würd was andres zufügen…
    Und zwar: mangel an Spatzen?? Kann man die ned selbst machen? ô_Ô

    Julia

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