Die Tomate – ein Gemüse mit langer Geschichte
Beim Anblick des Korbs voller Tomaten, der aktuell bei uns in der Küche steht, ist mir aufgefallen, dass ich eigentlich nichts genaues über dieses Gemüse weiß. Natürlich habe ich mich sofort an den Computer gesetzt und wirklich Erstaunliches über die Tomate und deren Vergangenheit herausgefunden.
Allgemeines zur Tomate
Die Tomate zählt zur Familie der Nachtschattengewächse. Damit ist sie eng verwandt mit der Aubergine, der Kartoffel, der Paprika, aber auch dem Tabak und der hochgiftigen Tollkirsche.
Tomate ist jedoch nicht gleich Tomate. Die Auswahl an Sorten, ob es sich nun um Fleisch-, Strauch- oder Cocktailtomaten handelt, ist immens. Und auch farblich hat die Tomate einiges zu bieten: neben dem typischen Tomatenrot gibt es Sorten in gelb, grün, weiß, orange, violett, rosa und braun.

Geschichte der Tomate
Die Tomate kann auf eine sehr lange Geschichte zurückblicken. Angefangen hat alles in Mittel- und Südamerika. Dort wurde sie bereits um 200 v.Chr. von den Inkas und Mayas unter dem Namen “xitomatl” kultiviert. Woher die Tomate ihren Namen hat, ist damit auch geklärt! Über die Bedeutung des Wortes “xitomatl” fand ich leider keine eindeutige Aussage. Die vorgeschlagenen Übersetzungen reichen von “Frucht des Nabels” bis hin zu “Schwellung”.
Wie auch die Kartoffel gelangte die Tomate schließlich mit Columbus, im Jahre 1498, erstmals auch nach Europa. Dort galt sie jedoch lange Zeit als giftig, wohl wegen ihrer roten Farbe, die für unser Empfingen Gefahr signalisiert. Daneben steht die Farbe Rot allerdings auch für Liebe und Fruchtbarkeit, was der Tomate sehr schnell die Namen “Liebesapfel” und “Paradiesapfel” eintrug. Ihr wurde neben ihrer giftigen auch aphrodisierende Wirkung nachgesagt.
Aufgrund ihrer Seltenheit und des interessanten Aussehens war die Tomate jedoch in Europa eine beliebte Zierpflanze. Eine Kultivierung wird erstmals schriftlich 1719 erwähnt, und zwar in Italien. Wen wundert es da noch, das Italien prägend für bekannte Tomatenrezepte wie die Tomatensoße oder Tomate-Mozzarella ist. In Deutschland findet die Tomate den Einzug in den Kochtopf erst Ende des 19. Jahrhunderts.
Ist die Tomate gesund?
Diese Frage hab ich mich beim Anblick meines randvollen Korbs schon öfters gestellt. Und jetzt kann ich sie mit einem deutlichen “Ja” beantworten.
Die Tomate ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Obwohl sie zu 93% aus Wasser besteht, beinhaltet sie vor allem Kalium, Magnesium, Folsäure und Vitamin C.
Für die rote Farbe verantwortlich ist Lycopin. Dieser Stoff schützt vor Krebs und Herz-Kreislauf-Krankheiten. Aufgrund dieser positiven Eigenschaften der Tomate empfehlen Ernährungswissenschaftler, täglich mindestens 250 g Tomaten zu verspeisen.

Gefällt dir dieser Artikel? Dann trage dich jetzt in meine E-Mail-Liste ein und erhalte zukünftige Artikel direkt in deinen Posteingang:
Ähnliche Artikel:
Jetzt kommentieren: