Das Erwärmen von Milch ist tückisch. Zuerst passiert einige Zeit überhaupt nichts und wenn man dann mal für zwei Minuten den Herd verlässt… schon gibt es eine riesige Sauerei, weil natürlich gerade in diesem Augenblick die Milch beschließt, überzukochen. Dabei gibt es ganz einfache Wege, das Schlamassel zu verhindern…

Warum kocht Milch eigentlich über?

Schuld am Überkochen der Milch sind die darin enthaltenen Eiweiße. Einige davon geringen bei Temperaturen zwischen 70 und 80°C. An der Oberfläche trocknen diese geronnenen Eiweiße aus und bilden auf der Milch eine Haut.

Diese Haut wiederum hat schwerwiegende Auswirkunge, sobald die Milch anfängt zu kochen. Dann nämlich steigen vom Topfboden Dampfblasen auf. Diese können jedoch durch die Haut nicht entweichen, sammeln sich darunter und drücken diese nach oben. Die Milch inklusive Haut steigt nach oben und kocht schließlich über.

Und wie kann ich das Überkochen nun verhindern?

  1. Da die Milch überkocht, weil sich auf der Oberfläche eine Haut bildet, ist die einfachste Lösung, dies einfach zu verhindern. Im Klartext heißt das: immer fleißig rühren!
  2. Ein in den Topf gestellter Löffel soll angeblich ebenfalls verhindern, dass sich eine Haut bildet und die Milch somit überkochen kann.
  3. Auch ein paar Glasmurmeln im Topf sollen dagegen helfen, denn diese beginnen, sich im Topf hin und her zu bewegen, sobald die Milch anfängt zu kochen und wirken so einer Hautbildung entgegen.
  4. Die meiner Meinung nach schönste Methode, das Überkochen der Milch zu verhindern ist jedoch, den Rand des Topfes einfach mit etwas Butter einzustreichen. Diese lässt die Haut zusammenfallen, sobald sie den Butterrand erreicht.
  5. Alternativ kann man sich auch einen sogenannten Milchwächter zulegen. Dies sind leicht gewölbte Scheiben, z.B. aus Porzellan oder Edelstahl, die durch Klappergeräusche anzeigen, dass die Milch gleich beginnt zu kochen. In der Wölbung wird der Siedepunkt früher erreicht, der entstehende Wasserdampf hebt die Scheibe, entweicht, die Scheibe fällt nach unten und das typische Klappern entsteht.

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2 Kommentare

  1. Michael sagt:

    Oder man nimmt einen Simmertopf ;)

  2. Eva sagt:

    Hallo Michael,
    stimmt, ein Simmertopf ist natürlich auch eine sehr elegante Lösung, um das Milchproblem zu lösen! Leider besitze ich im Moment noch keinen:-(
    Gruß, Eva

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